Verzweifelter Unternehmer

Klein-Unternehmer Strategie: Einleitung zur günstigen Homepage

Lesezeit 2 Min.

Grundsätzliches, was sich jeder Kleinunternehmer zunächst klarmachen sollte

In meinen über 25 Jahren als freiberuflicher Webentwickler habe ich schon viele Kleinunternehmen zu einer eigenen Homepage bewegen können. Anfang der 2000er war das noch eine echte Innovation, die einen vom Wettbewerb abhob. Heutzutage gilt sie als Standard – zumindest glaubt man das.

Tatsächlich muss man hier aber klar unterscheiden: Wer nicht zwingend interaktive Funktionen auf seiner Website braucht, benötigt heute keine eigene Homepage mehr. Social Media und viele branchenspezialisierte Plattformen bieten eine professionelle Online-Präsenz meist deutlich günstiger und mit weniger Aufwand.

Vielen Kleinunternehmern ist schlicht nicht bewusst, welcher Aufwand hinter einer wirklich professionellen Website auch 2025/26 noch steckt – selbst wenn KI-Tools, WordPress und vermeintlich supergünstige Themes etwas anderes suggerieren.

Wie ist die technische Umsetzung einer Website eigentlich aufgebaut?

  1. Domain

    Die sprechende Internetadresse (z. B. wpler.com). Kosten: meist 5–15 €/Jahr, bei guten/.de-Domains manchmal auch deutlich mehr.
  2. Hosting / Webspace

    Ein Serverplatz, der 24/7 online ist und mit der Domain verknüpft wird. Bekannte Anbieter wie Strato, IONOS (früher 1&1) etc. reichen für einfache Projekte oft aus – in vielen Fällen aber leider nicht.

Eine Website ist ein Langzeitprojekt. Server-Software (PHP, Datenbanken, WordPress-Core, Themes, Plugins …) muss regelmäßig aktualisiert werden – aus Sicherheitsgründen zwingend. PHP bekommt z. B. ca. 5 Jahre Sicherheitsupdates → danach wird die Version vom Hoster deaktiviert. Das Gleiche gilt für WordPress, Themes und Plugins.

Wer das jahrelang ignoriert, erlebt irgendwann: Die Seite läuft nicht mehr – und ein einfaches Update reicht dann meist nicht mehr. → Häufig stehen dann mehrere tausend Euro für eine grundlegende Modernisierung an – meist genau dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

Viele rufen dann: „Das muss doch auch günstiger gehen!“ Ja – günstiger als früher, aber kostenlos oder für 300 € auf Dauer leider nicht mehr seriös.

Im nächsten Beitrag dieser Serie geht es genau darum: Wie teuer wird eigentlich was? Was kostet eine vernünftige Lösung wirklich – 2026?

Über den Autor

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wpler

Hinter WPLer steht Stefan Jacomeit, PHP- und WordPress-Entwickler. Hier schreibt er über das, was ihm in Projekten mit Selbstständigen und kleinen Unternehmen immer wieder begegnet: solide Technik, klare Entscheidungen und ein nüchterner Blick auf jeden neuen Hype.

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